Starke Kinder 2020

Wir sind stark – Selbstbehauptungskurs für die Klassen S1

Viele neue Herausforderungen kommen auf die Kinder nach der Einschulung zu: Der Schulweg, die Busfahrt die Förderschule Sprache ist eine Schule mit Bustransfer, Pausensituationen mit älteren Kindern meistern, neue Freunde finden, Grenzen setzen, Konflikte aushalten und angemessen lösen lernen usw. Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen wirken in diesen alltäglichen Kommunikationssituationen oft unsicher und verletzlich. Ein gesundes Selbstbewusstsein trägt dazu bei, die Kinder vor Mobbing, Ausgrenzung sowie körperlicher und verbaler Gewalt zu schützen. Stufenweise werden die Kinder in diesem Kurs gestärkt und Handlungsmöglichkeiten in sogenannten kritischen Situationen z.B. wenn sie auf dem Schulweg von Fremden angesprochen werden erarbeitet. Mithilfe des Selbstbehauptungstrainings soll das Selbstbewusstsein der Kinder gefördert und ihnen eine Möglichkeit zur Persönlichkeitsentwicklung in den ersten Monaten in der Grundschule gegeben werden.

Der Kurs „Starke Kinder“ fand einmal wöchentlich für die einzelnen S1 Klassen bei uns an der Schule statt. Nach einer Aufwärmphase wurde den Schülerinnen und Schülern eine Geschichte erzählt, die die Kinder auf eine gefährliche Situation aufmerksam machte. Schritt für Schritt wurde erarbeitet, wie die Kinder sich in solchen Situationen verhalten können. Zunächst wurden den Kindern versichert, dass sie immer auf ihr Gefühl achten sollen. Wenn sie ein „komisches Gefühl“ haben, sollen sie auf dieses hören. Weiterhin wurde mit den Kindern in verschiedenen Rollenspielen das richtige Verhalten in gefährlichen Situationen besprochen. Eingeübt wurde eine richtige Körpersprache, lautes auf sich aufmerksam machen und sich aus der Situation entfernen. Unter Einbezug der Eltern wissen die Kinder, wo sie Hilfe finden Geschäfte, Nachbarn und wer ihre Vertrauensperson ist.
Die Schülerinnen und Schüler der Klassen S1 nahmen sehr motiviert an diesem Projekt teil. Alle Kinder schafften es sich in den Rollenspielen zu behaupten. Im Laufe des Projekts konnte man sehen, dass die Körpersprache und das Verhalten jedes Einzelnen selbstbewusster wurde. Das anfängliche, zögerliche „Nein“ wurde mit der Zeit immer lauter und kräftiger.

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